 |
FDP:
"Die Zeit ist reif!"
mICHael:
Wofür?
Dem Wahlprogramm der Spaßpartei entnehme ich wenig konkrete Aussagen.
Sie finden gut, was alle gut finden. Und:
"Wir
wollen einen Umweltschutz mit den Menschen und nicht gegen sie."
Warum dafür
die Kernkraft gut und die Ökosteuer schlecht ist, will mir nicht
in den Kopf. Mehr Straßen, mehr Autos, mehr Flugzeuge, mehr Mobilität.
Das versteht die FDP unter "Umweltschutz mit den Menschen".
|
 |
PBC:
"Gottes Wort "
mICHael:
Da meinen
einige Schlaumeier wieder, Gott persönlich zu kennen. Und zu wissen,
dass er gegen eine schnelle Abschaltung von Atomkraftwerken ist.
Ich glaube, hier irrt Gott, aber er ist halt auch nur ein Mensch!
Klar ist Gott auch gegen die Homo-Ehe. Gegen Moscheen muss er von Beruf
was haben. Palästina gehört den Israelis und Gottes Rezept gegen
die Drogensucht heißt: "Christozentrische, bibelorientierte
Drogenrehabilitation".
Nun ja, ich schmunzle. Aber die BCs haben auch ganz gute Sachen im Programm:
Politikerhaftung für Schäden aus Korruption zum Beispiel. Ich
bin zwar kein Gott, aber ich fände das auch gut!
|
|

Hier eine
Wahltafel aus längst vergangener Zeit. Bräuchte man noch den
Beweis, dass sich die Politik nicht wirklich weiterentwickelt, so kann
diese Tafel als Beweisstück dienen.
Die CDU
hat damals schon versucht, den Aufschwung herbeizufaseln: „Aufwärts
mit Deutschland - Jetzt den Aufschwung wählen!” Die SPD
war damals noch richtig rot. Sie glaubte tatsächlich, Arbeitszeitverkürzungen
brächten Arbeitsplätze. Zur gleichen Zeit kämpften die
Gewerkschaften für die 35-Stunden-Woche. Hier der Originaltext
des Plakates. Links ein Familienvater mit Kind: „Ich schaffe
mich kaputt und viele Kollegen sind arbeitslos. Das ist doch nicht
in Ordnung.”
Darauf erwidert rechts davon Hans-Jochen Vogel, der verständnisvoll
dreinblickende Kanzlerkandidat der SPD: „Durch Kürzungen
der Arbeitszeit muß Arbeit gerechter verteilt werden. Dazu gehört
auch ein neues Arbeitszeitgesetz. Wenn ich Bundeskanzler bin, werden
wir
es unverzüglich einbringen.” Nun denn, er hat nichts eingebracht.
Vogel wurde nicht Bundeskanzler. Die FDP
war damals schon die Laberpartei. Mit Sprüchen wie „Freiheit
braucht Mut” und „Deutschland braucht die Liberalen”
hat sie sich schon damals für wichtiger gehalten als sie war. Dann
haben wir da noch die NPD. Sie plädierte
für „Sicherheit durch Recht und Ordnung”. Und
fand es ganz und gar in Ordnung, ihr Plakat über die Plakate
anderer Parteien zu kleben. Die DKP (Deutsche
kommunistische Partei) wünschte sich „Arbeitsplätze
statt Raketen”
- Es war die Zeit des Wettrüstens. Und die Grünen
gab es auch schon. Sie plädierten „Gegen eine geflickte
Demokratie”.
Der Industrielle Friedrich Karl Flick hatte damals schon die CDU geschmiert,
die hatte das schwarze Geld in irgendwelchen geheimen Organisationen
gewaschen.
Na ja, man kennt das ja noch aus neuerer Zeit. Recht hatten sie ja, die
Grünen. Aber was sind schon Argumente gegen die Überzeugungskraft
von echtem Bargeld? Nach Flick kam Schreiber, kam Trienekens, kam Steinmüller,
kamen andere, die nicht genannt werden wollen ...

|